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Der Sehsinn schließt das Gehirn mit ein, umfaßt also nicht nur das Auge.
Das Gehirn interpretiert die Signale der optischen Nerven. Die Nervenimpulse von
Auge und Gehirn sind meßbar. Dadurch kann man sich eine Vorstellung des
Sehvermögens von Schweinen machen.
Das menschliche Auge sieht Kontraste dank des Hemmungseffektes, den
angesprochene Rezeptoren der Retina auf ihre benachbarten Nervenzellen ausüben.
Dieser Hemmungseffekt ist beim Schwein viel schwächer, so daß die Grenzen
zwischen hellen und dunklen Flächen verschwimmen. Während der Mensch eine scharfe
Linie zwischen sich kontrastierenden Farbfeldern sieht, erblickt das Schwein
außerdem das gesamte Farbspektrum, das von dem Farbton des einen Feldes in
denjenigen des anderen überführt. Das Schwein hat eine sogenannte Spektralvision.
Im Gegensatz zum menschlichen Sehsinn erfaßt der Sehsinn des Schweines keine
scharfe Linien. Zwischen zwei Farbfeldern erfaßt er zusätzliche Farbtöne des
Lichtspektrums.
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